Der Herbst hat Einzug gehalten. Genießen sollst Du die letzten lauen Sonnenstrahlen, bevor sie sich verstohlen und ohne Wehleid von Dir verabschieden.

 

In diesem Jahr habe ich mich für ein Gedicht von Joachim Ringelnatz (1883 - 1934) entschieden:

 

"Herbstliche Wege

Des Sommers weiße Wolkengrüße

zieh`n stumm den Vogelschwärmen nach,

die letzte Beere gärt von Süße,

zärtliches Wort liegt wieder brach.

 

Und Schatten folgt den langen Wegen

aus Bäumen, die das Licht verfärbt,

der Himmel wächst, in Wind und Regen

stirbt Laub, verdorrt und braun gegerbt.

 

Der Duft der Blume ist vergessen,

Frucht birgt und Sonne nun der Wein

und du trägst, was dir zugemessen,

geklärt in deinen Herbst hinein."

 

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Ihr Ronald Frech